Festungswerk Magletsch

 

Lange Zeit ein geheimer Ort der Schweizer Befestigungsanlagen, das Festungswerk Magletsch, Erbaut wurde es ab dem Herbst 1939 im Schweizer Kanton St. Gallen, bei Gretschins, Gemeinde Wartau. Es erhielt die die Armeebezeichnung A 6020 «Der Hammer» und ab September 1940 war das Werk schussbereit, die Ost-Batterie ab Februar 1941 und die Batterie West ab Juli 1941.
Die Festung Magletsch ist das nördlichste Bollwerk und das stärkste Artilleriewerk der Festung Sargans und war für eine Besatzung von 381 Mann ausgelegt.

 
Kraftwerk

Die Gesamtstollenlänge beträgt in etwa 4 km und verbindet unterirdisch alle Bereiche der Festung miteinander.
Es gibt Unterkunft- und Verpflegungsbereiche, eine Bäckerei, Küche und eine Wäscherei, eine Krankenstation mit 70 Betten, ein Kraftwerk mit drei Notstromdieselmotoren sowie zwei Treibstofftanks zu je 100'000 Liter Diesel. Die Wasserversorgung des Werkes stellen zwei Wasserreservoirs mit gesamt 1,6 Millionen Liter Trinkwasser sicher.

 

Drei Panzertürmen mit Turmkanonen Kaliber 10,5 cm die das Gebiet bis Rankweil, Vorarlberg deckten, stellten die Hauptbewaffnung des Werkes da. Mit Umlaufförderer wurde die Munition zu den Geschütztürmen transportiert.
 

Es gab vier weitere Bunkerkanonen mit Kaliber 7,5 cm, zehn Maschinengewehrstände, sowie leichte Maschinengewehre. Zur Luftabwehr war das Werk mit Fliegerabwehrkanonen ausgerüstet. In den 1960er wurde südlich der Panzertürme das Werk zusätzlich mit zwei Festungsminenwerfern 8,1 cm ausgebaut.

1995 entstand in der untersten Ebene, eine moderne unterirdische Truppenunterkunft, die heute noch durch die schweizerische Armee genutzt wird.
 

Durch die Armeereform 95 wurde die Festung als Kampfanlage aufgegeben und vom Verein Artillerie-Fort Magletsch (AFOM) angemietet und zu einem Bunkermuseum ausgebaut, welches man seit Juli 2000 besichtigen kann. Zeiten und Kosten der Führungen, kann man auf der Seite des AFOM ersehen.
Militärgeschichtlich Interessierte sollten die Anlage unbedingt einmal besichtigen, aber auch jeder Andere der einmal in dieser Region ist, sei es auf Duchreise oder Urlaub, sollte sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen!

 

Bildergalerie

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